Jugendzentrum Seligstadt

 

Kinderspielstadt in rumänsicher Sprache 29.06-04.07.2014

 

Konzept

Hinter dem Begriff „Kinderspielstadt“ steht die Idee, Kinder an das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben heranzuführen. Dies soll durch „learning by doing“ erfahren werden und Interesse an politischer Arbeit, ehrenamtlicher Tätigkeit in Vereinen und Organisationen oder an einem bestimmten Berufsfeld ebenso wecken, wie das soziale Zusammenleben und das eigene Durchsetzungsvermögen stärken. Obwohl Kinder sich brennend für die Welt der Erwachsenen interessieren, haben sie immer weniger Möglichkeiten, sich spielerisch Zugänge zu deren Lebenswelt zu verschaffen. Aus ernsthaften Zusammenhängen bleiben sie meist ausgesperrt. Hier versucht die Grundidee der Kinderspielstadt anzusetzen und entgegen zu wirken. Im pädagogisch betreuten Konstrukt “Kinderspielstadt” haben Kinder die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge und Prozesse des Stadtlebens zu erfahren und zu gestalten.

Eine Kinderspielstadt erfordert die Integration des einzelnen in verschiedene Gruppen, angemessene Formen des sozialen Umgangs miteinander, die Fähigkeit zur Kommunikation, das Entwickeln von Gemeinschaftsbewusstsein und die Bereitschaft zur Konfliktlösung. Die Notwendigkeit von Normen und Regeln und ihre Wichtigkeit für das Zusammenleben, sowie ihre Veränderbarkeit werden erfahrbar. Die Kinder erleben, dass sie in einer Spielstadt die Lebensverhältnisse mitgestalten können.

Sie können Berufe und Tätigkeiten ausüben, die ihnen im Alltag ständig begegnen, z. B. Polizistin, Schneiderin, Apotheker, Bankangestellte, Bäcker. Oder, nach entsprechendem Wahlkampf, zum Gemeinderat oder Bürgermeister wählen lassen und so politische Strukturen in spielerischer Umsetzung hautnah erleben.

Rumänische KSS (9)